In die Armut getrieben – Mieten drücken Millionen Haushalte unter Hartz IV Niveau

Gepostet am 27 October, 2018

Marius Knickberg

Redaktion

Da scheint wohl einiges schief zu laufen. Experten nach zu folgen sollen über 1 Millionen Haushalte unterhalb der Hartz-IV Stand leben. Grund dafür seien viel zu teure Mieten. Es klingt verrückt, aber dennoch war: Mindestens 29 Prozent seines Nettoeinkommens muss der Durchschnittsbürger für die Miete abgeben. Bei Leuten, die ein Hauthaltseinkommen von unter 1300€ haben, sind es sogar ganze 49 Prozent.

Die unfassbaren Statistiken gehen nun von einer Untersuchung hervor. Die Daten wurden im Auftrag des Sozialverbandes Deutschland erfasst und veröffentlicht. Hartarbeitende sind gezwungen durch die schwindelerregenden Mietspreisen unter Hartz-IV Niveau zu leben.

Vor allem für Leute, die unter 1300€ verdienen sieht es schlecht. Diese müssen vergleichsweise ganze 49 Prozent ihres Einkommens für die Miete hinblättern. Anders sieht es wiederum bei denen aus, die über ein Nettoeinkommen von 4500€ verfügen. Diese müssen lediglich 17 Prozent für das Wohnen ausgeben.

Die Studie stützt sich auf Daten aus 2014 und 2015. Studienautor Stephan Junker, ein Berliner Sozialwissenschaftler, ließ uns wissen, dass es neuere Zahlen lediglich zu Angebotsmieten, also den Mieten, die Vermieter bei einem Umzug fordern, geben würde. Der "Schuldige" sei vor allem die Bestandsmiete, die Mieten der langjährigen Mieter. Doch auch andere Faktoren spielen eine große Rollen.

Arme, Rentner, Ausländer, Alleinerziehende, Singles und sogar Leute, die einen dürftigen Bildungsgrad besitzen, müssen mit besonders hohen Mieten kämpfen. Auch der Standort spiele eine große Rolle. Familien, die über dasselbe Einkommen verfügen sind in Frankfurt zum Beispiel um einiges ärmer dran, als solche, die in einer mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen leben.

An über 1,9 Millionen Wohnungen soll es in Deutschland mangeln. Der fehlende Wohnraum ist ein großes Problem geworden. Bekannt war bis zu diesem Zeitpunkt, dass ein großer Mangel an kleinen Wohnungen herrsche. Singles, Rentner und auch kleine Familien stehen damit meist vor einem Problem. Durch die Studie erfuhren wir nun auch, dass es viel zu wenige große Wohnungen gebe, die sich auch bezahlen lassen. Das führe dazu, dass jeder 4. Haushalt "eingequetscht" lebt.

Mehr sozialen Wohnungsbau, das fordert der Sozialverband. Die Regierung will den Bundesländern bis zum Jahr 2021 mit mindestens 5 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Damit sollen mehr als 100.000 neue Wohnungen entstehen.

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